Hintergrund: Internationale Bauausstellung „IBA Berlin 2020“

Ziel der IBA Berlin 2020 ist es, neue Wege zu beschreiten, das Leitbild der in vielerlei Hinsicht gemischten Stadt mit den Schwerpunktthemen „Wissen – Wirtschaft – Wohnen“ umzusetzen und Zeichen für einen sozialen, klimagerechten, ökonomisch nachhaltigen und gestalterisch anspruchsvollen Stadtumbau zu setzen. Es geht um eine gute soziale und funktionale Durchmischung der heute oft noch monostrukturierten Orte der Wirtschaft, des Wissens und Wohnens, um die Rolle von urbaner Wirtschaft und Technologie, um die Zukunft des Wohnens und die Neuorganisation von Wissenschaft und Forschung in der Stadt.

„Wissen, Wirtschaft, Wohnen“ spielt sich in den Stadterweiterungen der Nachkriegszeit oftmals separiert in monofunktionalen Wissenscampi, Dienstleistungskomplexen oder Wohn- bzw. Schlafstädten ab. In großem Zukunftsglauben und in großer Euphorie wurden Großstrukturen entworfen und gebaut, die heute eine Herausforderung für Berlin, aber auch für Städte in ganz Europa darstellen. Das von einem externen Prae-IBA-Team erarbeitete Konzept nimmt sich dieser Herausforderung an und will die spezifischen Talente und Potenziale Berlins nutzen und experimentell neu in Wert setzen. Die IBA Berlin 2020 verfolgt dabei drei methodische Ansätze, die sich aus den besonderen Eigenarten und herausragenden Qualitäten Berlins ableiten: Mit dem Ansatz „Hauptstadt“ definiert die IBA einen Handlungsraum, der sich mit lokaler Identität und Internationalität als Zeichen von Metropolen beschäftigt. Mit der Strategie Raumstadt will die IBA Modelle für eine nachhaltige Flächenbewirtschaftung erproben und neue Formen der Raumaneignung entwickeln. Mit Sofortstadt bearbeitet sie Fragen der Kooperation und Teilhabe, der Aneignung und Zwischennutzung in einer strategischen Allianz mit kulturellen und künstlerischen Zugängen zur Stadt.

www.stadtentwicklung.berlin.de/iba_2020