Peter Weiss – ein weltberühmter Künstler und seine Bremer Bezüge
Lesung und Informationen am 08.11. um 19:30 Uhr
Buchhandlung Otto & Sohn, Breite Str. 21/22 in Bremen-Vegesack

Eintritt frei – um Spenden wird gebeten

Am 08.11. würde der Maler, Filmemacher, Grafiker, Theater- und Prosaschriftsteller von Weltgeltung Peter Weiss 100 Jahre alt. Er ist u.a. Bremer Literaturpreisträger (1982) und erlebte elf Jahre seiner Kindheit / Jugend in Bremen.

Nun an seinem 100. Geburtstag informieren und lesen
Joachim Barloschky und Freund*innen
Dr. Susanne Schunter-Kleemann, Dr. Bernd Moldenhauer und
Dr. Konrad Zaiss von der Peter-Weiss-Initiative

Passagen aus seinen Werken, u.a.
* Abschied von den Eltern
* Fluchtpunkt
* Inferno
* Ästhetik des Widerstands.


Höhepunkt der Lesung wird sicherlich ein Auftritt der Darsteller der legendären Inszenierung des weltberühmten Theaterstücks „Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats ….“ 1987 auf dem Bremer Marktplatz sein:
Björn Becker, Marat-Darsteller sowie Steffen Rüdebusch (de Sade) und Gil Staug (Ausrufer) werden Dialoge aus dem Stück präsentieren.


Weltweit bekannt wurde Peter Weiss 1964 mit seinem Theaterstück „Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats, dargestellt durch die Schauspieltruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade“ (Marat/Sade).
Seine Verdichtung des Frankfurter Auschwitzprozesses in dem Theaterstück „Die Ermittlung“
wurde 1965 zeitgleich an 16 Bühnen uraufgeführt.
Sein Engagement gegen Kolonialismus (Theaterstück „Gesang vom lusitanischen Popanz“) und Vietnam-Krieg, (Theaterstück „Viet Nam Diskurs“) sorgte für politische Turbulenzen.
Sein Roman „Die Ästhetik des Widerstands“ sprengte literarische Kategorien und brachte ihm die Ehrung mit dem Bremer Literaturpreis 1982.