Leben mit Weitsicht: Großwohnsiedlungen als Chance

Hintergrund: Internationale Bauausstellung „IBA Berlin 2020“

Ziel der IBA Berlin 2020 ist es, neue Wege zu beschreiten, das Leitbild der in vielerlei Hinsicht gemischten Stadt mit den Schwerpunktthemen „Wissen – Wirtschaft – Wohnen“ umzusetzen und Zeichen für einen sozialen, klimagerechten, ökonomisch nachhaltigen und gestalterisch anspruchsvollen Stadtumbau zu setzen. Es geht um eine gute soziale und funktionale Durchmischung der heute oft noch monostrukturierten Orte der Wirtschaft, des Wissens und Wohnens, um die Rolle von urbaner Wirtschaft und Technologie, um die Zukunft des Wohnens und die Neuorganisation von Wissenschaft und Forschung in der Stadt.

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Bildungsurlaub 2012

Schmarotzer in Nadelstreifen? Banken gerettet, Sozialstaat verwettet

Montag 23. – Freitag 27. April 2012


in der Tagungsstätte Bad Zwischenahn
Leitung: Joachim Barloschky
Kosten: 140 €, ermäßigt 90 € (inkl. Unterkunft/Verpflegung)

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Interview mit Joachim Barloschky



Wie bist du nach Tenever gekommen
und wie war es hier damals?

Ich bin 1980 mit meiner Familie nach Tenever gezogen, weil wir eine große, gute Wohnung suchten. Die haben wir hier gefunden. Klasse! Gleichzeitig haben wir uns mit den täglichen Realitäten auseinandersetzen müssen. Die so aussahen, dass die Wohnungen für uns ein ganz wichtiger Gebrauchswert waren, aber für die Eigentümer dieser Wohnungen, nämlich internationale Konzerne, Immobiliengesellschaften, Versicherungsgesellschaften, sind das Anlageobjekte, sind das Renditeobjekte, sind es Profitobjekte. Die wollen mit diesem Gebrauchswert - Wohnen ist ein Menschenrecht muss man ja sagen - Profit machen. Und so benehmen sie sich auch, indem sie Miete kassieren, aber hier viel zu wenig für Instandhaltung, Modernisierung, Wohnumfeld-Verbesserung ausgeben. Hinzu kommt, dass sie Monopoly gespielt haben,

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Arm / Reich: zwei Welten im selben Land

Ursachen, Alternativen, eigene Lebenspraxis
Wer die Armut bekämpfen will, muss über den Reichtum nachdenken.

Bildungsurlaub mit Joachim Barloschky

Termin: 17. – 21. September
Ort: Haus Stella Maris, Cuxhaven-Sahlenburg
Kosten: € 150, ermäßigt € 80 (inkl. Unterk./Verpfl.)
Anmeldung: Ev. Bildungswerk Bremen, Tel. 0421/34615-35 (Veranst.-Nr. 112305)

Brecht dichtete: »Und der Arme sagte bleich: / Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.« Allerdings wird der Arme dies dem Reichen in der Regel nicht sagen können, weil beide in ihren abgeschotteten sozialen Realitäten leben und einander so gut wie nie begegnen – schon gar nicht auf Augenhöhe. Das Seminar untersucht die Rahmenbedingungen, unter denen hierzulande Reiche immer reicher und Arme immer ärmer werden und beide Gruppen immer weniger gemeinsame Erfahrungen teilen. Wie wirkt sich das auf das gesellschaftliche Miteinander und auf das Leben jedes Einzelnen aus? Der Bildungsurlaub im gastfreundlichen Tagungshaus zwischen Wernerwald und Nordseestrand sucht nach Alternativen zur sozialen Spaltung und nach persönlichen Handlungsmöglichkeiten.

Die Zukunft des urbanen Lebens

Ruth Feindel im Gespräch mit Joachim Barloschky

Joachim Barloschky lebt seit Anfang der 1980er in Tenever, Hochhaussiedlung und sozialer Brennpunkt in Bremen. Mittlerweile arbeitet er dort als "Quartiersmanager des Amts für soziale Dienste". Er hat mit seiner Vision eines klassenlosen, internationalen Stadtteils viel Aufsehen erregt und stellt das Projekt im Rahmen von Brandherde: - Fürchtet Euch nicht! in München vor.

Herr Barloschky, was ist das Außergewöhnliche an dem Stadtteil Tenever und
seinen Bewohnern?

Erstmal sind wir Teneveraner wie alle Menschen überall sonst auf der Welt:
wir lachen und weinen, wir hassen und lieben, sind hoffnungsfroh oder resigniert, apathisch oder voller Power. Aber wir haben fünf Besonderheiten:

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